Programm Sommersemester 2016

Workshopkonzert „NATURBILDER UND FEUERGEIST“

Aufführung    30.06.2016 19.30 Rotunde - Bad Reichenhall
                           Presseartikel

Programm

Gabriel Fauré                         “Pavane” in fis-Moll op. 50
(1845-1924)
 
Arthur Honegger                    “Pastoral d’été” nach einem Gedicht
(1892-1955)                            von Arthur Rimbaud
 
Ralph Vaughan Williams       „The Lark ascending“ -
(1872-1958)                            Romanze für Violine und Orchester
 
PAUSE
 
Joseph Haydn                        Sinfonie Nr. 61 in D-Dur
(1732-1809)                            1. Satz Vivace
                                                2. Satz  Adagio
                                                3. Satz  Menuet Allegretto – Trio
                                                4. Satz  Prestissimo

Mitwirkende

Diabelliorchester Seekirchen (Ltg. Stephan Höllwerth)
Stringfonie Grödig (Ltg.: Maria Dengg und Raphael Brunner)
Bad Reichenhaller Philharmonie (Ltg. Christian Simonis)
Georg Hölscher, Violine
LEITUNG: Stephan Höllwerth

Solist

Georg Hölscher studierte Violine am Mozarteum Salzburg. Er absolvierte mehrere Meisterkurse und war Mitglied beim „Divertimento Salzburg“ sowie Primarius beim „Cavalieri-Quartett“. Er ist Konzertmeister der Musiziergemeinschaft Hopferwieser und wirkt im „Mozarteumorchester Salzburg“. Er leitete Violinklassen an den Musikschulen Traunstein und Prien. Am Musikum Seekirchen betreut er neben seinen vielen Schülern auch die „Ministrings“. Georg ist nicht nur Geigen-, sondern auch ein leidenschaftlicher Tischtennisspieler.

Werke

Die Idee dieses Workshops ist., dass junge Musikerinnen und Musiker von der Erfahrung eines Profiorchesters profitieren können. In drei gemeinsamen Proben wurden jene vier Werke erarbeitet, die am Programm des heutigen Workshopkonzerts stehen. Drei impressionistische Stücke vom Beginn des 20. Jahrhunderts stehen einer quicklebendigen Haydnsinfonie gegenüber: Farbkräftige Naturschilderungen, schmeichelnde Melodien, starke musikalische Bilder auf der einen Seite - Vitalität, Witz und Einfallsreichtum auf der anderen Seite.
Eine „Pavane“ ist ein alter spanischer Schreittanz. In der Zeit des französischen Impressionismus (um 1890 bis 1920) kehrt er wieder, etwa bei Maurice Ravels berühmter „Pavane für eine verstorbene Infantin“. Faurés Pavane ist ein freundlicher, heller, Gesang von zarter Melancholie. Die Eigenart von Faurés Musik, ihre Feinheit und Noblesse, kommt in der von tiefen Flöten gespielten Anfangsmelodie unnachahmlich zur Geltung.
Aus dem Umkreis der mit Farbe und Klang spielenden französischen Musiker stammt auch Arthur Honegger. Mit seinem frühen Tongemälde „Pastoral d’été“ machte der junge Komponist 1921 erstmals auf sich aufmerksam. Honegger ließ sich von einem Gedicht von Arthur Rimbaud über die sommerliche Morgenstimmung inspirieren: Sein kurzes Poem fängt die Hitze und Schwüle, das Lichtspiel, den Wind und die Wolken eines Sommermorgens.
In diesen Sommermorgen könnte auch die Lerche aufsteigen, die der englische Komponist Ralph Vaughan Williams in seiner Violinromanze „The Lark ascending“ porträtiert. Die Lerche ist einer der wenigen Vögel, die während des Fliegens singen. Dieser Gesang der immer höher und höher steigenden Lerche ist in dem zarten Stück wunderbar eingefangen. Den Anstoß zur Komposition erhielt Vaughan-Williams von einem Gedicht des Engländers George Meredith.
Die Sinfonie war für den Feuergeist Joseph Haydn ein unerschöpfliches Experimentierfeld. Immer neue Ideen entwickelte er für diese viersätzige Form, bis er es auf die stolze Summe von einhundertvier Werken dieser Gattung brachte. Die Sinfonie Nr. 61 besticht durch ihre knappe und gebündelte Form – nichts scheint überflüssig! Im zweiten Satz berühren die „gedämpften“ Violinen mit ihrem samtigen Klang. Der vierte Satz heißt „Prestissimo“, also „sehr schnell“ – mal sehen, wer da zuerst aus der Kurve fliegt…